Testimonialprojekt in Luckenwalde | Fläming

Potentiale entdecken – Ländliche Räume gestalten

EU investiert in Brandenburg – Jeder profitiert

3,1 Milliarden Euro werden in dieser Förderperiode in die Zukunft Brandenburgs investiert, um die unterschiedlichsten Projekte im Land zu fördern. Neben dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ist der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) einer der wichtigsten Förderfonds der EU. Davon profitiert unter anderem der Landkreis Teltow-Fläming. Dort haben sich die Verantwortlichen des Projektes "Service im Dorf" zum Ziel gesetzt, die Dorfinnenentwicklung im ländlichen Raum zu fördern. Sie setzen vor allem auf die jeweiligen Besonderheiten der Dörfer sowie die persönlichen Anliegen der Dorfbewohner.


"Den ländlichen Raum lebenswert gestalten" - Unter diesem Motto steht das 2010 ins Leben gerufene Projekt "Service im Dorf". Es wurde von der lokalen Aktionsgruppe (LAG) "Rund um die Fläming-Skate" e.V. initiiert, die sich mit der Entwicklung des ländlichen Raumes in Teltow-Fläming befasst. "Die Idee von 'Service im Dorf' entstand durch verschiedene Treffen, die die LAG in der Region durchführte. Dort konnten die Bewohner und Akteure der Region ihre Anliegen und Ideen äußern. Hier wurde immer wieder festgestellt, dass der Lebens-Mittel-Punkt in vielen Dörfern fehlt. Und es wurde darüber nachgedacht, wie die Nahversorgung heute mit dem Tourismus und einem Treffpunkt im Ort verbunden werden kann", erläutert Bianca Moeller, eine Verantwortliche des Projektes. Anhand von fünf Modelldörfern wurden sogenannte Machbarkeitsstudien entwickelt. Diese garantieren, dass die Besonderheiten in den Dörfern berücksichtigt werden und dienen damit weiteren Dörfern als Orientierung.

Der sogenannte Bottom-Up-Ansatz ist charakteristisch für das Projekt. "Das bedeutet, dass nicht wir festlegen, was in den Dörfern verändert werden kann, sondern die Bewohner selbst bringen ihre Ideen ein und sagen, was ihnen wichtig ist. 'Service im Dorf' unterstützt diese Ideen mithilfe von entwickelten Handlungsempfehlungen in die Tat umzusetzen", fügt die Projektverantwortliche Anne Leschke hinzu.

Der Dorfladen als Dreh- und Angelpunkt einer Dorfgemeinschaft: "Oft war es den Bewohnern ein wichtiges Anliegen, diesen zu einem Treff- und Servicepunkt auszubauen. Das heißt, dass einerseits Dienstleistungen wie eine Wäscherei oder eine Poststelle integriert werden. Andererseits kann hier ein Treffpunkt entstehen, sozusagen der lebendige Mittelpunkt des Dorfes", erklärt Bianca Moeller. "Es ist beliebt, regionale Produkte in das Sortiment aufzunehmen. Manchmal ist es außerdem sinnvoll, Kreidetafeln aufzustellen, um aktuelle Informationen bezüglich des Dorfes mitzuteilen sowie Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen."

Das Projekt konnte die Bewilligungsbehörde der EU-Fördermittel überzeugen. Konkret wird es von dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) finanziert. Mittlerweile wurde sogar ein weiterer Antrag für das Projekt bewilligt. "Wir möchten die Dörfer auch zukünftig begleiten. Für einen längerfristigen Austausch besteht weiterhin die Notwendigkeit, Treffen zu organisieren. Es ist unsere Aufgabe, Netzwerke zu schaffen. Die Dorfbewohner sollen die Möglichkeit bekommen sich untereinander und mit anderen Dörfern austauschen zu können." Die Fördermittel unterstützen nicht nur die ländliche Entwicklung, sondern investieren auch in die Zufriedenheit der Brandenburger Bürger.