Testimonialprojekt ILab

Kreative Ideen fördern – Brandenburgs Wirtschaft stärken

AUCH GANZ SCHÖN: EU investiert in Brandenburg – Jeder profitiert                    

3,1 Milliarden Euro fließen in der Förderperiode 2007-2013 aus den EU-Fonds in die Zukunft Brandenburgs. Allein mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) werden in Brandenburg tausende Projekte gefördert. Beim ESF geht es immer darum, in Menschen und ihre Qualifikation zu investieren. Neben dem ESF gibt es den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). ESF-Gelder stehen für unternehmerische Initiativen in Brandenburg zur Verfügung, die an Projekte wie das ILab (Ideen- und Gründerlabor Kreativwirtschaft) weiter gegeben werden. Solche Gründungsförderungen sind mit ihrer Arbeit ein wichtiger Motor für die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft des Landes.


Das ILab ist eine aktivierende Frühförderung, die Kunst- und Kreativschaffende auf dem Weg zu einer Existenzgründung unterstützt. Viele Kreative haben starke Ideen für eigene unternehmerische Tätigkeiten, schaffen es aber nicht immer, sie eigenständig in tragfähige Geschäftsideen  umzusetzen: „Da setzen wir an. Wir interessieren uns nicht für fertige Gründungskonzepte, sondern für gute Ideen“, erklärt Wolfgang Flieger, Koordinator des ILabs.

Neues Fenster: Bild vergrößernWolfgang Flieger

Damit die Gründungsvorhaben letztlich ihre Gründungsreife erlangen, können Interessierte im Anschluss durch das  ESF-Programm „Innovationen brauchen Mut“ zusätzlich beraten, gecoacht und qualifiziert werden.

Zu 80 Prozent wird das Ideen- und Gründerlabor aus Mitteln des ESF finanziert: „Ohne diese Gelder würde das ILab nicht existieren. Nur mit Landes- und Bundesmitteln wäre ein solches Projekt nicht zu stemmen. Es ist ganz wichtig zu wissen, dass ohne die Europäische Union gerade in strukturschwachen Regionen viele wichtigen Entwicklungen nicht stattfinden könnten“, so der Leiter des Projekts Klaus-Dieter Müller.

Neues Fenster: Bild vergrößernProf. Dr. Klaus-Dieter Müller

Uta Bartsch und ihre Partner gründen mit beratender Unterstützung des ILabs die Fontane-Festspiele UG. Als privates Unternehmen übernimmt die UG im Sommer 2013 die Durchführung der Fontane Festspiele in Neuruppin. „Das Gründer-Coaching des ILabs ist sehr hilfreich gewesen“, so Bartsch. Mit vielen Anregungen und Finanzierungsideen haben die Coaches das Unternehmen in spe unterstützt. Offene Fragen und Angst vor dem Ungewissen beschäftigen alle Jungunternehmer. Auch die Fontane-Festspiele UG hat sich mit komplizierten Grundsatzfragen beschäftigen müssen, „die vor allem Zeit kosten und wenig Kreativität erfordern“.

Peter Böthig, Alexandra Brach, Frank Matthus, Otto Wynen, Uta Bartsch (v.l.n.r.)

Birgit Schäfer vom ILab ist unter anderem für den Kontaktaufbau zu den Künstlern und Kreativschaffenden zuständig. Dabei geht Sie direkt auf die Leute zu, recherchiert etwa über das Internet und nimmt Kontakt per Telefon auf.

Neues Fenster: Bild vergrößernBirgit Schäfer (Projektmanagement)

„Durch dieses Vorgehen möchten wir auch Menschen erreichen, die nicht von selbst auf Gründungseinrichtungen zugehen würden“, erklärt die Projektmanagerin.

Die Fontane-Festspiele auf erfolgreichen Kurs zu bringen und sie zu einem jährlichen Highlight im nördlichen Brandenburg weiterzuentwickeln“, sind laut Bartsch die Ziele der UG. Schon vor der Gründung der UG war Bartsch in der künstlerischen Leitung der Festspiele aktiv. Im vergangenen Jahr wurde Fontanes Roman „Grete Minde“ als musikalisches Schauspiel open-air aufgeführt und war Höhepunkt der Festspiele.

Aufführung "Grete Minde" (Veronika Zohova)

Uta Bartsch empfiehlt das Coaching durch das ILab weiter. „Durch das Direktcoaching kann man auf konkrete Fragen eingehen“, so die Unternehmerin. Den Verantwortlichen des ILabs liegt die individuelle Betreuung der Jungunternehmer am Herzen. Eine Unternehmensgründung sei eine enorme Herausforderung, schließlich gehe es um die Existenzen der Beteiligten, erklärt Müller. Denn neben der wirtschaftlichen Bedeutung des Projekts für das Land „ist auch die Dankbarkeit der Teilnehmer das, was die Arbeit im ILab so wertvoll macht“.