Testimonialprojekt in Bad Belzig | Potsdam-Mittelmark

Hier bin ich keine Nummer, hier bin ich Mensch

AUCH GANZ SCHÖN: EU investiert in Brandenburg – Jeder profitiert.
3,1 Milliarden Euro werden in dieser Förderperiode in die Zukunft Brandenburgs investiert, um die unterschiedlichsten Projekte im Land zu fördern.

Mit den drei EU-Fonds ESF (Europäischer Sozialfonds), EFRE (Europäischer Fond für regionale Entwicklung) und ELER (Europäischer Landwirtschaftsfons für die Entwicklung des ländlichen Raumes) werden zahlreiche Projekte im Land Brandenburg gefördert. Auch das Wanderkompetenzzentrum aus dem Regionalbudget V des Landkreises Potsdam-Mittelmark gehört dazu. Gemäß dem Motto aktiv für die Region – aktiv die eigene Zukunft gestalten ermöglicht das ESF-geförderte Projekt Langzeitarbeitslosen, den Aufbau einer Wanderregion zu unterstützen. Durch umfangreiche Qualifizierungen werden die Teilnehmenden darin unterstützt, den Weg in eine feste Beschäftigung zu finden. Auch Dank der der Unterstützung des Jobcenters MAIA konnte das Projekt so konzipiert werden.

Neues Fenster: Bild vergrößernProjektleiterin Kristin Brauns

Kristin Brauns ist die Projektleiterin und Ideengeberin des Wanderkompetenzzentrums. Sie konzipierte das Projekt, welches seit März 2012 langzeitarbeitslosen ALG II Empfängern Unterstützung bietet. „Die Teilnehmenden sind zwischen Anfang 20 und etwa 55 Jahre alt. Sie kommen alle aus ganz verschiedenen beruflichen Hintergründen. Durch Schulungen und die Arbeit bekommen sie bei uns die Möglichkeit, ihre Kompetenzen auszubauen, um wieder eine feste Anstellung zu finden. Gleichzeitig sind sie maßgeblich daran beteiligt, die Region zu gestalten. Der Ausbau des Wanderwegenetzwerkes fördert den Tourismus und somit die Wirtschaftskraft des Landkreises Potsdam-Mittelmark“, erläutert Kristin Brauns.
Das Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr lebensnah ist. „Durch die intensive Arbeit miteinander wird eine Vertrauensbasis geschaffen, wodurch wir optimal auf die Bedürfnisse unserer Teilnehmer eingehen können. Darüber hinaus hat die Arbeit einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen und wird von der Bevölkerung wahrgenommen. Das spüren natürlich auch unsere Mitarbeiter“, so Kristin Brauns.

Markierungen werden angebracht Wanderkompetenzzentrum Bad Belzig

Die Arbeit gliedert sich in einen praktischen und einen theoretischen Bereich, um die weitere Umsetzung des Konzeptes der regionalen und überregionalen Wanderwege zu unterstützen. „Ein Teil ist die Überprüfung der Wanderwege direkt vor Ort auf Grundlage der Kriterien des deutschen Wanderverbandes. Es müssen zum Beispiel Wegweiser kontrolliert oder neue Markierungen angebracht werden. Andere wiederum bewerten die Wege mit einem speziellen Computer-Programm. So können die Mitarbeiter ihre Stärken am besten einsetzen. Es ist uns aber dennoch sehr wichtig, dass sie beide Bereiche nutzen. So manch einer entdeckt ein Talent, von dem er zuvor nichts wusste“, erläutert Kristin Brauns.

Wegweiser werden kontrolliert Wanderkompetenzzentrum Bad Belzig

Durch Fachschulungen u.a. durch den Deutschen Wanderverband wird die Qualität der Arbeit der Teilnehmenden garantiert – darüber hinaus entwickeln sie sich persönlich weiter.
Zusätzliche Bewerbungs- und Mobilitätstrainings, bereiten die Teilnehmenden auf den Wiedereinstieg in die Berufswelt vor. Und dies gelingt: Die Vermittlung von Praktika ist ein wesentlicher Bestandteil des Projektes, der nicht selten zu einer Festanstellung führt. Bei den bisher 78 vermittelten Praktika gab es 14 Übergänge in sozialversicherungspflichtige Jobs und drei Übergänge in eine Ausbildung. Der ESF leistet einen wichtigen Beitrag für das Projekt.
„Diese Qualität des Wanderkompetenzzentrums hätte ohne die Fördergelder nicht gewährleistet werden können“, erklärt Kristin Brauns.

Neues Fenster: Bild vergrößernProjektteilnehmer Matthias Kuhlbarsch

„Durch die Projektleitung und die Schulungen bekommen die Menschen hier sehr kompetente Hilfe“ erzählt Matthias Kuhlbarsch, ein ehemaliger Teilnehmer. „Ich schätze besonders die familiäre Atmosphäre – hier bin ich keine Nummer, hier bin ich Mensch. Das hat mir ein ganz anderes Lebensgefühl verschafft“ fügt er hinzu. Als besonderes Highlight seiner Arbeit nennt er seine Unterstützung des 112. deutschen Wandertags im Jahr 2012. Das Wanderkompetenzzentrum unterstütze dessen Vorbereitung und Durchführung.
Durch die Arbeit im Projekt hat Matthias Kuhlbarsch einen Job gefunden und führt eigenständig eine Qualitätsanalyse und Zertifizierung eines Wanderweges durch.
Dieses Projekt macht deutlich: Die EU investiert in Langzeitarbeitslose, so dass diese sich wieder in den Arbeitsmarkt eingliedern können. Davon profitiert Brandenburg und seine Wirtschaft!